Es ist deutlich spürbar: Ende Juli / Anfang beginnt die Natur, sich wieder ganz anders zu zeigen.

Sie wirkt plötzlich anders: Voller, reifer… – und irgendwie kann man schon wieder spüren, dass sich die Zeit verändert. Und während viele Menschen den Sommer einfach genießen, fängt die Natur an, ihre ersten Früchte zu verschenken.

Und genau darum geht es bei Lughnasad.


🌾 Lughnasad im Jahreskreis

Lughnasad ist eines der acht großen keltischen Jahreskreisfeste und steht für die erste Ernte.

Es wird traditionell Anfang August gefeiert und erinnert uns daran, dass jeder neue Anfang irgendwann auch seine Früchte trägt.

Für unsere Vorfahren war dieses Fest von unschätzbarem Wert: Ob genug Korn auf den Feldern stand, entschied nämlich darüber, ob die Menschen den Winter gut überstehen würden. Die erste Ernte war deshalb weit mehr als ein landwirtschaftliches Ereignis – sie war ein Grund, gemeinsam Danke zu sagen.


🌾 Die Bedeutung von Lughnasad

🍞 Die erste Ernte
Mit Lughnasad fing die Zeit an, in der das erste Getreide geerntet und daraus Brot gebacken wurde. Es war ein Zeichen dafür, dass die Natur ihre Fülle schenkte.

🌞 Dankbarkeit
Die Menschen dankten der Erde, der Sonne, dem Regen und all den fleißigen Händen, die über viele Monate hinweg gesät, gepflegt und gehofft hatten.

⚒️ Lugh – der Meister vieler Künste
Das Fest trägt seinen Namen zu Ehren des keltischen Gottes Lugh. Er galt als vielseitig begabt und erinnerte die Menschen daran, ihre Talente zum Wohle der Gemeinschaft einzusetzen.

❤️ Fülle erkennen
Lughnasad lädt uns ein, nicht nur auf das zu schauen, was noch fehlt, sondern auf das, was bereits gewachsen ist.


🌾 Was bedeutet Lughnasad heute?

Auch wenn die meisten von uns natürlich kein eigenes Korn mehr ernten, “säen” wir ja irgendwie doch jeden Tag:

  • Wir säen Gedanken.
  • Wir säen Entscheidungen.
  • Wir säen Liebe.
  • Wir säen Vertrauen.

Und manchmal vergessen wir dabei völlig, still zu werden und uns bewusst zu machen, welche Früchte längst reif sind.

Vielleicht ist darum ja genau jetzt der richtige Moment, dich zu fragen:

🍃 Welche Samen habe ich in den vergangenen Monaten gesät?
🌾 Worauf bin ich heute stolz?
❤️ Wofür bin ich von Herzen dankbar?


🌾 Ein kleines Lughnasad-Ritual

🍞 Backe oder teile ein Stück Brot
Brot war für unsere Vorfahren das Sinnbild der Ernte. Iss und genieße  heute ganz bewusst ein Stück Brot und erinnere dich daran, wie viele Menschen und wie viel !Kraft der Natur und auch von Menschen nötig waren, bis es auf deinem Tisch liegt.

🌻 Deine ganz persönliche “Ernte”
Schreib drei Dinge auf, die in den vergangenen Monaten in deinem Leben gewachsen sind. Das müssen keine großen Erfolge sein. Oft sind es gerade die kleinen Veränderungen, dein Leben reich machen.

🕯️ Ein Dankbarkeitslicht
Zünde am Abend eine Kerze an und sag danke – der Natur, dem Leben oder einfach dem vergangenen Sommer – für alles, was bereits in dein Leben gekommen ist.


🎧 Geschichte fürs Herz ♥️

Zu Lughnasad habe ich wieder ein kleine Geschichte für dich 😉…

Die Schnitterin von Lughnasad

Ich wünsch dir viel Freude beim Zuhören. Vielleicht erinnert sie auch dich ja daran, das was du bereit geerntet hast, wieder bewusster wahrzunehmen🌾.


Genieß dein Leben, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen… – und später kommt vielleicht früher als du denkst!