Es ist ja schon sehr spannend, was wir alles so nicht tun – nur um bloß keinen Fehler zu machen:

Wir planen…
Wir denken…
Wir drehen uns noch eine Runde (meistens um uns selbst)…
Und dann sicherheitshalber nochmal eine…

Und während wir uns innerlich immer weiter absichern, ob jetzt alles wirklich gut genug ist, ob das jemand komisch finden könnte, ob wir alles richtig berechnet haben, passiert genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten – nämlich gar nichts!!!

Stillstand.
Und der so richtig schön verpackt mit Schleifchen drumherum als „Ich bin halt noch nicht so weit“ 🤷🏽‍♀️


Ich seh das so oft. Und ehrlicherweise kenne ich es selbst ja am allerbesten 😎.

Nur habe ich irgendwann gemerkt: Diese Angst ist ein verdammt cleveres Kerlchen.

Sie kommt nämlich nicht laut schreiend daher, um dir zu zeigen, dass sie da ist – sondern meistens in einer sehr charmanten Verkleidung:

.„Mach das lieber ordentlich.“
„Überleg dir das nochmal.“
„Nicht, dass es nachher falsch ist.“

Klingt gut. Wirklich. Hat nur einen kleinen Haken: Wenn du drauf hörst, wirst du ziemlich zuverlässig einfach nichts tun.


RICHTIG ist so ein schönes Wort. Aber halt auch nur so lange, bis dir bewusst wird, dass es dafür keine Garantie gibt:

Du kannst nämlich 100mal alles durchdenken, alles absichern, alles perfektionieren – und dann trotzdem komplett danebenliegen.

Was dann passiert? 🤔

Nullkommanix Dramatisches: Kein Blitz schlägt ein. Niemand fällt in Ohnmacht. Die Erde dreht sich weiter, als wäre überhaupt nichts gewesen.

Und du?
Du überlebst – ziemlich sicher sogar! 

Ärgerst dich vielleicht (mal wieder) kurz über dich selbst – und gehst trotzdem weiter. Schlussendlich bleibt dir ja auch nix anderes übrig, oder? 😉


Da ist der eine Teil, den du sehr wahrscheinlich komplett überschätzt: Nämlich den Fehler selbst.

Und gleichzeitig unterschätzt du das, was passiert, wenn du versuchst, ihn zu vermeiden:

Du stehst ziemlich sinnfrei immer am selben Punkt, kommst nicht vorwärts – und irgendwann fühlt sich das an, als würdest du in der Wüste stehen und auf den nächsten Bus warten.


Ich habe für mich irgendwann beschlossen, dass ich lieber drei bis fünf Fehler zuviel mache, als alles hochglanzpoliert abzuliefern. Lieber echt zu sein als perfekt. Lieber ein “Hoppla, was ist da schon wieder passiert?”… als 100te Male “Hätt ich’s doch wenigstens versucht!”

👉🏽 Und klar…
gehen immer wieder Dinge schief.
liege ich immer mal wieder daneben.
schüttle ich hinterher oft den Kopf über mich selbst und denke “pfff”.

Aber es bedeutet eben auch, dass ich weiß (!), was funktioniert… und was nicht. Und vor allem fühlt es sich immer noch wesentlich lebendiger an als nix zu tun.


Tatsache ist: Du wirst nicht besser, indem du immer auf den besten Zeitpunkt und die beste Gelegenheit wartest. Erst alles genau wissen willst, bevor du loslegst. Die Garantie haben willst, dass es klappen wird, was du vorhast.

Wie heißt’s so schön? 😉

Aus Fehlern wird man klug: Für den vergang’nen Tag…
– doch niemals klug genug für den, der kommen mag!

Fehler sind kein Beweis dafür, dass du es nicht kannst.
Sie sind der Beweis, dass du losmarschiert bist.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, warum du nicht stehenbleiben solltest. Denn nicht die Fehler sind dein Problem, sondern es ist “nur” deine Angst davor. Dieses kleine Biest in dir, das immer wieder versucht, dich klein zu halten – und dir immer wieder erzählen will, du müsstest erst besser, sicherer und noch perfekter sein, bevor du losgehst.


Ganz ehrlich? Ein Leben ohne Fehler fühlt sich für mich mittlerweile schon fast nach ganz viel Langeweile an.

Darum halte ich mich mittlerweile gerne an einen Spruch, der immer wieder Pippi Langstrumpf in ihre viel zu großen Stiefel geschoben wird:

“Das hab ich ja noch nie gemacht…
– also wird es ganz bestimmt gut!”

Machst du mit?

Dann wünsch dir von ♥️en den Mut, ab sofort ganz viele Fehler zu machen 😉!


Song für die Seele

 

Genieß dein Leben, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen… – und später kommt vielleicht früher als du denkst!